Die gemeinnützige Lutz-Zürrer-Stiftung zur Förderung der präventiven Zahnmedizin stiftet den Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern eine neue Professur für Präventivzahnmedizin und Orale Epidemiologie. Die Stiftung verwaltet den Nachlass eines Zahnmediziners, der sein Lebenswerk der Verhütung von Zahnerkrankungen gewidmet hat. Die ausserordentliche Professur ist auf zehn Jahre angelegt und wird mit 4 Millionen Franken ausgestattet.

«In den vergangenen Jahrzehnten konnte die orale Gesundheit der Bevölkerung durch die erfolgreiche individuelle und vor allem kollektive Prophylaxe immens verbessert werden», sagt Stiftungsratspräsident Thomas Imfeld. Dennoch sehen Zahnmediziner Handlungsbedarf, etwa bei der Verbesserung der oralen Gesundheit von Betagten oder bei der Mundhygiene-Schulung von Migrantinnen oder Migranten, bei denen die tägliche Prophylaxe noch keine Routine ist.

Die neue Stiftungsprofessur für Präventivmedizin und Orale Epidemiologie wird künftig an der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin angesiedelt sein. «Klinik und Forschung sind zentrale Elemente der Präventivzahnmedizin», sagt Imfeld, selber emeritierter Professor für Zahnmedizin. «Wir unterstützen die Universität Bern dabei, den hohen Standard der zahnmedizinischen Prävention in Lehre, Klinik und Forschung zum Nutzen der Bevölkerung weiter auszubauen.»

«Wir freuen uns sehr, dass die Lutz-Zürrer-Stiftung die Präventivzahnmedizin an der Universität Bern fördert und so hilft, den guten Ruf der Zahnmedizinischen Kliniken zu stärken. Die Stiftungsprofessur gibt einer Nachwuchsperson die Möglichkeit, die Forschung in diesem Bereich weiter voranzutreiben und zur Zahnerhaltung in der Bevölkerung beizutragen», sagt Rektor Martin Täuber. «Und nicht zuletzt stärkt die Professur den Medizinalstandort Bern, dessen weitere Profilierung zu den strategischen Zielen der Universität Bern für die nächsten Jahre gehört.»