Überzählige Zähne bilden sich zusätzlich zur normalen Dentition und stellen für Kinderzahnmediziner, Kieferorthopäden und auch Oralchirurgen ein klinisches Problem dar – daher sind interdisziplinäre Lösungsansätze gefragt. In einer zweiteiligen Übersichtsarbeit sollen alle aktuellen Aspekte von der Klassifikation über mögliche Komplikationen bis hin zur Diagnostik und Therapie aufgezeigt und diskutiert werden. Überzählige Zähne können in der primären oder permanenten Dentition auftreten. Basierend auf der Lage unterscheidet man bei überzähligen Zähnen zwischen Mesiodens, einem zusätzlichen seitlichen Schneidezahn, Eckzahn, Prämolar, Paramolar und Distomolar. Bei überzähligen Zähnen werden zudem vier morphologische Typen unterschieden: konisch, tuberkulär (höckerförmig), überzählige Zähne mit identischer Zahnform und Odontom. Überzählige Zähne können lange Zeit asymptomatisch bleiben und werden daher nicht selten erst zufällig diagnostiziert. Es werden aber auch eine Vielzahl an möglichen klinischen Komplikationen wie Zahndurchbruchstörungen, Lageverschiebungen/Rotationen sowie Wurzelresorptionen an benachbarten Zähnen und auch Zystenbildung in der Literatur beschrieben. Eine Wurzelresorption an Nachbarzähnen wird in bis zu 22,8% der Fälle im entsprechenden Röntgenbild beobachtet.   

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