Bei Zahntraumata sind meist die zentralen Oberkiefer-Inzisiven betroffen, wobei sich deren Wurzeln zu diesem Zeitpunkt teilweise noch in der Entwicklung befinden. Die Intrusion stellt eine der schwersten Formen aller möglichen Zahntraumata dar, da sowohl das parodontale Ligament als auch der Alveolarknochen und die Pulpa betroffen sind. Grundsätzlich stehen drei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten für traumatisch intrudierte Zähne zur Verfügung: 1. spontane Reeruption, 2. orthodontische Extrusion, 3. chirurgische Reposition.
Das Ziel dieses Berichtes ist, anhand zweier Fallbeispiele aufzuzeigen, dass bei traumatisch intrudierten Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum nach Unterlassen einer aktiven Behandlung (spontane Reeruption abwarten) die geringsten posttraumatischen Komplikationen zu erwarten sind. Daher sollte als Hauptkriterium für die Vorgehensweise primär das Stadium der Wurzelentwicklung und nur als sekundäres Kriterium der Intrusionsgrad herangezogen werden.

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