«Die Akteure müssen ihre Verantwortung endlich wahrnehmen», fordert CVP-Nationalrätin Ruth Humbel. Die Mittepartei sammelt Unterschriften für ihre Initiative für eine Kosten- und Prämienbremse im Gesundheitswesen. Mit ihrem Vorstoss will die CVP Bund und Kantone verpflichten, künftig Gegenmassnahmen zu ergreifen, wenn die Gesundheitskosten stärker steigen als die Löhne – wie diese Massnahmen konkret aussehen, lässt die CVP bewusst offen.
Geht es nach der SP, soll niemand in der Schweiz mehr als 10 Prozent des verfügbaren Einkommens für die Krankenkassenprämien bezahlen. Deshalb hat die Partei die «Prämien-Entlastungs-Initiative» lanciert. Diese will, dass Bund und Kantone mittels Prämienverbilligungen mittlere und tiefe Einkommen besser unterstützen.
Die FDP wehrt sich gegen mehr Regulierung. Die Verstaatlichung des Systems würde Ineffizienzen noch verschärfen, sagt FDP-Nationalrat Philippe Nantermod. Das liberale Rezept: mehr Qualität dank mehr Wahlfreiheit und Transparenz und mehr Eigenverantwortung der Versicherten.
Wo ortet die SVP in der Gesundheits­politik primär Handlungsbedarf? SVP-Nationalrat Thomas de Courten: «Die Eigenverantwortung der Versicherten ist zu stärken.» Die Partei sieht vor allem «Überversorgung» als Haupt­ursache für die steigenden Kosten.
Die Debatten zu diesem heis­sen Thema werden im Wahljahr 2019 sicher weitergehen.

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