Opfer von Menschenhandel leben von der Gesellschaft isoliert, wodurch es für Polizei und Justizbehörden schwer ist, ihnen zu helfen. Untersuchungen mit geretteten Überlebenden zeigen jedoch, dass besonders Opfer des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung während ihrer Gefangenschaft mit Zahnmedizinern in Kontakt kommen, wodurch diese in ihrer Berufspraxis in der privilegierten Situation sind, Opfer erkennen und ihnen helfen zu können. Zu häufigen zahnmedizinischen Problemen der Opfer gehören Zahnverlust, Entzündungen des Zahnfleisches und orale Symptome von Geschlechtskrankheiten. Zahnmediziner sollten das Opfer über seine Rechte aufklären und nach der Einholung seines Einverständnisses eine Opferschutzorganisation bzw. die Polizei verständigen.

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