Die apikale Chirurgie ist indiziert, wenn eine Revision der Wurzelkanalbehandlung schwierig oder mit Risiken verbunden ist oder vom Patienten abgelehnt wird. Da die Ursache von rezidivierenden apikalen Pathologien in den meisten Fällen eine bakterielle Reinfektion aus dem (Rest-)Wurzelkanalsystem ist, kommt dem bakteriendichten retrograden Wurzelkanalverschluss in der apikalen Chirurgie die entscheidende Bedeutung zu. Anfang der 1990er-Jahre wurde an der Loma-Linda-Universität in Kalifornien/USA Mineral Trixoide Aggregate (MTA) entwickelt. In präklinischen Studien zeigte sich rasch, dass MTA ein hohes Abdichtungsvermögen aufweist. In verschiedenen tierexperimentellen Studien wurde vor allem auf die ausgeprägte Gewebefreundlichkeit des Materials hingewiesen. Zudem zeigten die histologischen Schnitte aus der periapikalen Region bei retrograder Füllung mit MTA sehr häufig eine Zementneubildung nicht nur auf der Resektionsfläche (Dentinwunde), sondern auch direkt auf MTA. Aus diesem Grunde wird MTA als bioaktives Material bezeichnet. 1997 wurde MTA dann für die klinische Anwendung am Patienten zugelassen. Mehrere prospektive klinische und randomisierte Studien haben eine sehr hohe und konstante Erfolgsrate von mit MTA behandelten Zähnen in der apikalen Chirurgie dokumentiert.

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