Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Rolle, Verbreitung und Nutzung von digitalen sowie analogen Lehr- und Lernmitteln im Zahnmedizinstudium am Universitären Zentrum für Zahnmedizin Basel (UZB) unter Berücksichtigung von soziodemografischen Gesichtspunkten zu analysieren. Am Ende eines Herbstsemesters vor der Corona-Pandemie wurde eine anonyme Befragung unter den Studierenden der oberen drei Jahreskurse am UZB durchgeführt. Das Ergebnis der Befragung zeigte eine flächendeckende Ausstattung mit digitalen Geräten. Zu den in diesem Zusammenhang am meisten genutzten Geräten gehörten tragbare Geräte wie der Laptop und das Smartphone. Auffallend war, dass Studierende unter 25 Jahren das Smartphone häufiger als Lernmittel verwendeten als ihre älteren Mit­studierenden. Die vorhandenen Geräte wurden durchschnittlich zu 57% der Gesamtnutzungsdauer für Studienzwecke genutzt, wobei der private Nutzungsanteil der Geräte im Verlauf des Studiums und mit zunehmendem Alter abnahm. Für den Erwerb von theoretischen Kenntnissen waren analoge und digitale Lernformate gleichbedeutend. Digitale Lernmittel wurden hauptsächlich in Form von digitalisierten Skripten und für Internetrecherchen genutzt, wobei die Vorteile vor allem in den zeitlichen und organisatorischen Aspekten gesehen wurden. Bei analogen Verfahren wurden Lerneffekte und die geringere Ermüdung bei der Arbeit als besser bewertet. Die starke Verbreitung und Nutzung von mobilen, internetfähigen Geräten sowie die hohe Verfügbarkeit des Internets legen die Vermutung nahe, dass sich in Zukunft ein Trend zum mobilen Lernen abzeichnet und auch nach der Corona-Pandemie die Universitäten vermehrt auf digitale Lerninhalte setzen werden.

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