Jürg Schlup, welche gesundheitspolitischen Themen beschäftigen die FMH zurzeit?

Vor allem das Globalbudget, das verschiedene Parteien im Schweizer Gesundheitswesen einrichten möchten. Die FMH lehnt diese Massnahme ab. Denn ein Globalbudget führt zu Wartezeiten und zur Rationierung von Leistungen. Wir befürworten durchaus kostendämpfende Massnahmen, aber nicht zulasten der Patienten. Ein weiteres Anliegen der FMH ist die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen. Nur unter dieser Voraussetzung kann der Grundsatz «ambulant vor stationär» umgesetzt werden, ohne einen Prämienschub zu verursachen. Schliesslich ist auch die Zulassungssteuerung von Ärzten für die ambulante Berufsausübung ein grosses Thema. Die bilateralen Verträge verlangen, dass Ärzte aus dem EU-Raum nicht diskriminiert werden. Seit 2013 war die Zulassungssteuerung aus unserer Sicht akzeptabel gelöst. Jetzt soll das Verfahren wieder komplizierter werden, man will mit Höchstzahlen operieren. Beim aktuellen Trend zur Teilzeitarbeit ist das aber keine realistische Lösung.

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