Verfärbungen von Schmelz und Dentin können das ästhetische Erscheinungsbild eines Menschen relevant beeinflussen. Anhand eines klinischen Fallbeispiels stellt der nachfolgende Artikel die prothetische Rehabilitation eines 20-jährigen Patienten dar, sich aufgrund eines Traumas mit einer deutlichen Farbdiskrepanz am Zahn 11 vorstellte. Da mit einem internen Bleaching das gewünschte ästhetische Ergebnis nicht vollständig erzielt werden konnte, wurde der Zahn für die Aufnahme einer Restauration präpariert. Hierbei wurden zunächst möglichst minimalinvasiv verschiedene keramische 360-Grad-Veneers (Schichtdicke von 0,8 mm bis 0,9 mm) hergestellt. Als monolithische Werkstoffe wurden zwei klassische Silikat-, eine Lithiumdisilikat- und eine hochtransluzente Zirkoniumdioxidkeramik sowie ein indirektes Komposit verwendet. Es zeigte sich, dass bei dieser geringen Schichtdicke kein Werkstoff die Verfärbungen adäquat maskieren konnte. Deshalb wurde nach erneutem Substanzabtrag der Zahnstumpf zur Aufnahme einer Vollkrone (1,2 mm bis 1,5 mm zirkulär) vorbereitet und Kronen aus den gleichen monolithischen Werkstoffen wie zuvor verwendet. Die Kronen wurden mit einer individuell verblendeten Krone aus Zirkoniumdioxidkeramik (Referenz) verglichen. Auch nach zusätzlichem Substanzabtrag waren werkstoffabhängige Unterschiede im Maskierungseffekt festzustellen. In Bezug auf die Beurteilung des ästhetischen Gesamterscheinungsbildes war bei dem stark verfärbten Pfeilerzahn die individuell verblendete Krone den übrigen monolithischen Restaurationen überlegen.

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