Die Veränderung der Implantatoberfläche ist eine Möglichkeit zur Beeinflussung der Osseointegration. Eine Möglichkeit die physiko-chemischen Eigenschaften von Implantatoberflächen zu verändern ist die Hydrophilisierung der Oberfläche. Ziel ist die beschleunigte peri-implantäre Knochenbildung zur sicheren Frühbelastung. Im Weiteren ist von Interesse, ob eine qualitative und quantitative Steigerung der Knochenneubildung möglich ist. Dies könnte auch Vorteile im schwachen Knochenlager haben. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung leidet eine zunehmende Anzahl an Patienten an chronischen Erkrankungen, erhält Bestrahlungstherapien oder systemische medikamentöse Therapien mit Einfluss auf den Knochenstoffwechsel. Diese Übersichtsarbeit gibt ein Update zur aktuellen Studienlage zu hydrophilen Implantatoberflächen.
In-vitro zeigen hydrophile Titanoberflächen positive Eigenschaften auf das Hart- und Weichgewebe mit signifikanten Unterschieden zu hydrophoben Oberflächen. Hierbei werden verschiedene Zelltypen der initialen Heilungsphase positiv beeinflusst.
In-vivo zeigt sich in der frühen Einheilphase eine beschleunigte Osseointegration, in späteren Phasen sind diese signifikanten Unterschiede nur bedingt feststellbar. Frühbelastungskonzepte mit hydrophilen Oberflächen gelten auf Basis der bestehenden Studien als sicher und voraussagbar. Zur Osseointegration bei verminderter Knochenqualität liegen derzeit nur wenige Daten vor.

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