Enea Martinelli, kürzlich sagten Sie gegenüber dem «Tagesanzeiger», die Liefer­engpässe für Medikamente seien auf einem Rekordhoch. Wie sehen die Zahlen heute aus?
Im Januar 2019 hatten wir ungefähr 520 Lieferengpässe. Seither ist diese Zahl massiv gestiegen. Bei Medikamenten mit zahlreichen Alternativen ist das nicht so tragisch. Problematisch wird es, wenn auch die Alternativen ausgehen.

Sie erfassen diese Zahlen auf Ihrer eigenen Website (drugshortage.ch). Gemäss Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) sehen die Zahlen weniger ­dramatisch aus.
Die Liste des BWL ist im Gegensatz zu meiner selektiv. Das BWL hat bestimmte Wirkstoffe definiert, die es auf die Liste nimmt. Der Fokus liegt auf der Landesversorgung. Bei mir liegt der Fokus auf der Patientenversorgung. Ich will eine Übersicht über den Markt bieten.

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