Am Anfang steht die Botschaft. Wenn Sie sich, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, etwas aus nachfolgendem Beitrag einprägen wollen, dann dies: Wer öffentlich auftritt, der verwende viel Zeit für die Vorbereitung. Es gilt zu klären, was gesagt werden soll. Die Botschaft ist die zentrale Aussage, das, woran sich das Publikum im besten Fall erinnert. Es spielt keine Rolle, ob man von den Medien auf eine neue Therapie, einen politischen Kommentar oder auf einen anscheinenden Missstand angesprochen wird. Wichtig ist in jedem Fall die seriöse Vorbereitung, in welcher die wesentlichen Botschaften festgelegt werden.
Für einen grossen, nationalen Verband wie die SSO ist es eine Selbstverständlichkeit, seine Kader mit Trainings für Medienauftritte zu schulen. Im Spätsommer dieses Jahres waren es die Sektionspräsidenten aus der Romandie und dem Tessin, die – aufgeteilt in zwei Gruppen à fünf Teilnehmer – je einen ganzen Tag in Lausanne beübt wurden. Medientrainer war diesmal der französisch-britische Journalist Etienne Duval, der in seiner rund 30-jährigen Karriere als Auslandkorrespondent für die BBC, aber auch für Radio Télévision Suisse (RTS) gearbeitet hat.
Gute Auftritte in den Medien sind nicht einfach gottgegeben, so Duval. Es gibt bewährte Techniken, jemanden auf ein Interview vorzubereiten. Nebst dem Formulieren von Kernbotschaften spielt auch die Hierarchisierung eine grosse Rolle. Habe ich 15 Sekunden oder 60 Sekunden zur Verfügung? Je nachdem werde ich meine Argumente in unterschiedlicher Tiefe präsentieren.
Es war einmal mehr eindrücklich, mitzuerleben, wie die Teilnehmenden des Medientrainings mit jeder Übung besser wurden. Wer am Vormittag oft noch verkrampft und diffus wirkte, kam im Laufe des Nachmittags immer souveräner, ruhiger, natürlicher und klarer daher. Zentral dabei: – Sie erinnern sich – die gute Vorbereitung und eine klare Botschaft.