Die Landschaft des Schweizer Gesundheitswesens ist sehr stark geprägt vom Kollektivmodell und der «Risikogemeinschaft»; das «Schweizer Zahngesundheitswesen» stellt darin einen interessanten Spezialfall dar, den zu studieren sich nicht nur in Bezug auf seine Organisation lohnt, sondern auch und vor allem in Bezug auf seine Auswirkungen.

Wie die Medizin allgemein ist auch die Zahnmedizin in der Schweiz gekennzeichnet durch ein im internationalen Vergleich sehr hohes technisches und qualitatives Niveau. Der Ausbildungsstand der Ärzte, die von den vier – in die medizinischen Fakultäten integrierten – universitären zahnmedizinischen Zentren der Schweiz abgehen, ist hoch.

Das «Konsum»-Profil der Bewohner dieses Landes ist ausgesprochen typisch für eine Gesellschaft mit hohen sozialwirtschaftlichen Standards. Das lässt sich ablesen am hohen Volumen an kostspieligen zahnmedizinischen Leistungen wie Orthodontie oder bestimmten hochwertigen ästhetischen Behandlungen, z. B. keramische Veneers. (…)

Und dabei gehen die Kosten für diese Behandlungen zulasten der Patienten!

Denn es ist eine Besonderheit unseres Systems, dass die Patienten hier – anders als in unseren Nachbarländern – die Behandlungskosten mehrheitlich selber tragen. (…) Der Anteil, den die Patienten selber übernehmen, beträgt fast 90 Prozent, was wiederum, wie wir noch sehen werden, eine direkte und klar sichtbare Auswirkung auf die Kostenkontrolle hat.

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