Zahnerosionen weisen eine steigende Prävalenz auf. Aufgrund der Zerstörung kann die Lebensqualität betroffener Personen beeinflusst und Restaurationen erforderlich werden. Prophylaxe ist daher wichtig. In Beratungsgesprächen mit dem Fachpersonal kommt immer wieder die ­Frage nach der Erosivität verschiedener Getränke und Speisen auf, spielen sie doch eine wichtige, vom Patienten kontrollierbare Rolle bei der Entstehung der Erosionen. Es bestehen aber nur wenige zugängliche Daten. Die vorliegenden Arbeit gibt eine Übersicht über die Erosivität von total 116 Getränken, Speisen und Medikamenten.
Von Schmelzprobenkörpern (1020 Prämolaren und 300 Milchzähne) wurde die Härte gemessen und darauf eine Pellikel mit menschlichem Speichel gebildet. Anschliessend wurde die Härte nach 2 Minuten Exposition in der zu untersuchenden Sub­stanz erneut gemessen.
Es bestehen beträchtliche Unterschiede im erosiven Potenzial der getesteten Substanzen. So gibt es saure Produkte, die keine Erosionen verursachen, und solche mit höherem pH-Wert, die ein grösseres erosives Potenzial aufweisen.
Die Erosivität der aufgeführten Substanzen stellt nur einen Faktor in einem multifaktoriellen Geschehen dar. Aus diesem Grund werden die anderen ätiologischen Faktoren in dieser Übersicht auch kurz besprochen. Die hier präsentierten Tabellen sind lediglich ein Hilfsmittel auf dem manchmal schwierigen Weg zu einer korrekten Diagnose.

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