«Sänger, die den Mund weit aufreissen müssen, schliessen oft die Augen oder bedecken diese mit einer Sonnenbrille», konstatiert Juliette Buffat in ihrem Vortrag an der DA-Fortbildung am SSO-Kongress. Sie sieht darin möglicherweise einen Reflex: Vor Scham über den offenen Mund schliesst der Mensch wenigstens die Augen, um selber «nicht dabei zu sein». Wie ein Kind, das die Augen schliesst, wenn es sich fürchtet. Doch was hat das mit Zahnmedizin zu tun?

Sehr viel, findet die Psychiaterin, Psychotherapeutin und Sexologin. Schliesslich reisst man den Mund auch beim Zahnarzt auf, und öffnet so eine intime Zone, die normalerweise geschlossen bleibt. Mit offenem Mund entblösst man als Patient nicht nur etwas Inneres, Verschlossenes, sondern womöglich auch eine peinliche Mundhygiene. Zudem ist der Mundraum überaus sensibel. Ein zahnärztlicher Eingriff verletze die Intimsphäre also gleich in mehrerlei Hinsicht. Doch dessen, meint Buffat lächelnd, seien sich die Anwesenden als Dentalassistentinnen sicher bewusst.

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