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Schweizerische Gesundheitsbefragung

  • 30.05.2017
  • Zahngesundheit wird immer besser

    Die Zahngesundheit der Schweizerinnen und Schweizer hat sich in den letzten zehn Jahren verbessert. Immer mehr Menschen haben ein vollständiges natürliches Gebiss. Dies zeigen die Resultate der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2012, die kürzlich veröffentlicht wurden.

    37% der Bevölkerung haben noch ihr vollständiges natürliches Gebiss. 2002 waren es erst 33%. Bei 49% der Befragten wurden fehlende Zähne (durch Kronen, Brücken, Prothesen oder Implantate) ersetzt, während bei 14% ein oder mehrere fehlende Zähne nicht ersetzt wurden. Die Tatsache, dass vor allem die 15- bis 64-Jährigen immer weniger Zahnersatz nötig haben, beweist, dass die Schulzahnpflege Wirkung zeigt und auch weiterhin nötig ist.

    Besuch bei Dentalhygiene oder Zahnarzt

    Während immer mehr Menschen zur Dentalhygiene gehen, bleibt die Zahl der Zahnarztbesuch stabil. 2012 ging mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal im Verlauf des Jahres zur Dentalhygiene (51%). Im Jahr 2002 waren es lediglich 37% gewesen. Frauen (56%) gehen deutlich häufiger zur Dentalhygiene als Männer (47%). Auch zum Zahnarzt gehen Frauen häufiger als Männer. Insgesamt suchten knapp zwei Drittel der Bevölkerung in den zwölf Monaten vor der Befragung einen Zahnarzt auf (Frauen 65%, Männer 61%). Rund zwei von zehn Befragten waren mehr als einmal bei einer zahnärztlichen Konsultation. In der Deutschschweiz (66%) war man im Verlauf des Jahres häufiger bei einer zahnärztlichen Konsultation als in der italienischsprachigen Schweiz (59%) und in der Westschweiz (56%).

    Junge putzen seltener die Zähne

    27% der Bevölkerung reinigen mindestens dreimal täglich die Zähne. Die meisten Personen tun dies allerdings zweimal täglich (54%), 17% gar nur einmal am Tag. Die Personen, die zur Dentalhygiene gingen, scheinen für die Wichtigkeit der Mundhygiene stärker sensibilisiert zu sein: 31% von ihnen putzen sich dreimal täglich die Zähne. Eher bedenklich ist, dass Personen ab 40 Jahren (29%) eher die Gewohnheit haben, sich die Zähne dreimal täglich zu putzen, als die 15- bis 39-Jährigen (24%).

    Zahnimplantate und Prothesen

    Der Trend zu Zahnimplantaten wächst. 2012 hatten 11% der Bevölkerung ein Zahnimplantat. Im Jahr 2002 waren es nur 4% gewesen. Diese Zunahme ist bei den Schweizern ab 65 Jahren am stärksten ausgeprägt: In dieser Altersgruppe hat sich die Zahl der Personen mit Zahnimplantaten innerhalb von zehn Jahren vervierfacht (2002: 7%; 2012: 27%).

    Im Gegensatz dazu ist der Gebrauch von künstlichen Gebissen oder Teilprothesen um 6% zurückgegangen. 2012 hatten noch 13% der Bevölkerung ein künstliches Gebiss.

    Zahngesundheit von Betagten in Alters- und Pflegeheimen

    Pflegebedürftige ältere Menschen können nicht ohne Weiteres für eine ausreichende Mundhygiene sorgen oder eine zahnmedizinische Behandlung in Anspruch nehmen. 2008 haben lediglich 21% der in einem Alters- und Pflegeheim lebenden Personen im Verlauf des Jahres einen Zahnarzt konsultiert. Dabei gibt es Unterschiede nach Sprachregion: 27% der betagten Westschweizer gingen im Verlauf des Jahres zu einer zahnärztlichen Konsultation, in der Deutschschweiz und in der italienischsprachigen Schweiz belief sich der Anteil lediglich auf 20% bzw. 11%. In einem Privathaushalt lebende Betagte werden hingegen dreimal so oft zahnärztlich behandelt.

    18% der in einem Alters- und Pflegeheim lebenden Betagten haben Probleme beim Kauen, 10% leiden an Schluckstörungen, 8% schmerzt es im Mund und 12% haben sonstige Probleme beim Essen. All diese Komplikationen können die Kaueffizienz beeinträchtigen. Sie vermindern oft die Lust am Essen und können zu Mangelernährung, Hyposalivation, einem geschwächten Immunsystem und stark reduziertem Wohlbefinden führen.

    Bildungsstandard wirkt sich auf die Zahngesundheit aus

    Bei fast allen Parametern lässt sich ein Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Zahngesundheit feststellen. Je höher der Bildungsstand, desto mehr Menschen haben noch ihr vollständiges Gebiss, desto mehr gehen einmal jährlich zur Dentalhygiene und zum Zahnarzt.

    Quelle: Bundesamt für Statistik BFS – Schweizerische Gesundheitsbefragung


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