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Zahnschäden

  • 02.10.2017
  • Sozial benachteiligte Kinder leiden doppelt

    Eine englische Studie zeigt, dass Kinder aus armen Familien drei Mal häufiger für Zahnbehandlungen hospitalisiert werden, als Gleichaltrige aus mittelständischem oder reichem Umfeld. In England sind schwerwiegende Zahnschäden bei unter fünfjährigen Kindern sogar der häufigste Grund für einen Spitalaufenthalt.

    Neben der zeitlichen und psychischen Belastung, welche ein Spitalaufenthalt für die ganze Familie mit sich bringt, müssen die betroffenen Kinder aber noch einen weiteren Nachteil in Kauf nehmen: Während sie im Krankenhaus sind, können sie die Schule nicht besuchen. So sammeln sich laut der Studie deutlich mehr Schulabsenzen an, als bei Kindern aus wohlhabenderen Familien. Letztendlich führt dies dazu, dass Kinder aus bescheidenen Verhältnissen weniger vom Bildungsangebot der Schule profitieren. Die Chancenungleichheit wird damit noch gefestigt.

    Die British Dental Association, die Berufsorganisation der britischen Zahnärzte, fordert angesichts dieser alarmierenden Ergebnisse mehr nationale Präventionsprogramme. Zahnschäden seien fast iimmer vermeidbar, erklärt der Vorsitzende Mick Armstrong. Es liege deshalb im Interesse des Staates, diese Kosten möglichst zu reduzieren. Dass Prävention gegen Zahnschäden bei Kindern äusserst wirksam ist, beweist die Entwicklung in der Schweiz: Seit in den 1960er-Jahren die Schulzahnpflege – in der sich die SSO stark engagiert – eingeführt wurde, hat sich die Zahngesundheit der Kinder massiv verbessert.


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