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Arzt-Patienten-Verhältnis

  • 04.08.2017
  • Wer seinem Arzt vertraut, fühlt sich besser

    Vertrauen in den Arzt, Therapeuten oder ins Pflegepersonal führt dazu, dass Patienten weniger Beschwerden wahrnehmen und zufriedener sind. Dies zeigt eine Studie von Psychologen der Universität Basel und der Harvard Medical School, die in der Zeitschrift Plos One veröffentlicht worden ist.

    Die Forscher gingen der Frage nach, ob Vertrauen neben der ethischen Bedeutung auch eine klinische Wirkung hat und den Gesundheitsstand von Patienten verbessert. Dazu führten sie eine Meta-Analyse durch, welche 47 Studien aus Europa, Asien, Nordamerika und Australien umfasste.

    Objektiv konnte keine klinische Wirkung gefunden werden. Auch beurteilten Ärzte den Gesundheitszustand des Patienten gleich, egal wie dessen Vertrauensverhältnis zum Behandler aussah. Einen positiven Einfluss hat Vertrauen jedoch auf Zufriedenheit, Gesundheitsverhalten, Lebensqualität und subjektiv wahrgenommene Beschwerden des Patiente.

    Frühere Studien versuchten bereits zu erklären, wie Vertrauen den Gesundheitsstand beeinflussen könnte – so zum Beispiel durch grössere Offenheit der Patienten, durch einen möglichen Placebo-Effekt oder weil ärztliche Anweisungen besser befolgt werden. Zur eindeutigen Klärung dieser Mechanismen ist aber weitere Forschung notwendig.

    Originalbeitrag: Trust in the health care professional and health outcome. A meta-analysis. Plos One (2017), doi: 10.1371/journal.pone.0170988

    Quelle: Uni Basel


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